Wie man eine Webseite erarbeitet – Tipp 4

“Don´t share your progress!”


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Das ist ein bisschen ketzerisch, nicht wahr? Aber da seien wir ehrlich: Es gibt Zeiten, insbesondere mitten im Prozess, da sind wir Kreativen echte Weicheier, wenn nicht sogar rohe Eier. Das ist ein bisschen peinlich und gebe ich auch wirklich ganz ungerne zu, aber es hilft ja nix. Wer mir im falschen Moment Kritik um die Ohren haut, von dem lasse ich mir den Wind aus den Segeln nehmen. Die Erfahrung zeigt, dass es nicht nur mir so geht.

Natürlich darf und soll jeder gerne Social Media Plattformen nutzen, um sein Tun und Können zu zeigen und möglichst sympathisch anzupreisen.

Es funktioniert auch! Ich halte mich selber wirklich nicht für die mega gute Netzwerkerin oder Social Media Diva. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich trotz meines gefühlt wenigem „sharen“ des Prozesses ein paar Jobanfragen hatte, die ich natürlich höflich abgelehnt habe. Ich bin ja schließlich in der Elternzeit und so weiter… Es war also noch nicht einmal beabsichtigt. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn ich mit Absicht einen Plan verfolgt hätte!

Ich persönlich werde vermutlich ein Fan davon, den Prozess immer mal wieder festzuhalten und mit dem Endergebnis gemeinsam zu präsentieren. Da ist dann der Drops gelutscht und ich kann mir nichts mehr kaputt reden lassen. Gleichzeitig muss ich mich natürlich auch damit abfinden den Prozess ziemlich einsam und alleine durchzustehen. Wobei es natürlich Menschen im sehr engen Umfeld gibt, denen ich zwischendurch etwas zeigen oder erzählen kann, ohne dass es schief geht. Und hier haben wir einen echten feinen Unterschied:

In die (digitale) Welt rausblasen und sich dafür x-Daumen hoch, ein paar awesomes, cools oder wunderbars abholen und vielleicht ein paar weitere I don´t like it at alls ist das eine. Das mag dem Ego kurzfristig gut tun (wenn es denn die netten Kommentare sind), aber bringt einen das wirklich weiter!? Kommt drauf an, was man damit erreichen will, nicht wahr? Aufmerksamkeit bringt es auf jeden Fall, echte Hilfe bei der aktuellen Aufgabe wohl eher nicht.

Ausgewählten Freunden oder Kollegen den Stand der Dinge zu präsentieren, ist dann das andere. Das kann helfen, wenn man echte Fragen hat. Aber auch hier möchte ich einfach nur warnen und darauf besinnen, sich erst einmal mit sich selber zu unterhalten. Bin ich tatsächlich an dem Punkt, wo ich aufnahmefähig bin und bestenfalls Rat und Inspiration brauche?

Denn das wird passieren: Egal wem man von seinen Dingen erzählt, der Gesprächspartner wird seinen Senf dazu geben. Es liegt in der menschlichen Natur. Auch dann, wenn man nur etwas erzählen wollte, um sich selber zu sortieren – ein Gegenüber wird immer etwas dazugeben wollen. Je durcheinander ich selber wirke, desto mehr kommt vom anderen. Denn dann wirke ich hilflos und alle Leute helfen gerne. Ist ja alles nur gut gemeint…

Wenn dich das aus der Bahn wirft und du schlimmstenfalls auch noch sauer auf deine Freunde wirst, dann befolge meinen Rat. Besser ist das ;-).     

Wie man eine Webseite erarbeitet – Tipp 5

Wie man eine Webseite erarbeitet – Tipp 3