Wie diese Webseite entstanden ist

Langsam, sehr sehr schwergängig und langsam. Mit vielen Tiefs und wenigen Hochs. Schleppend. Natürlich komplett anders, als eigentlich mal gedacht. Bis sie dann endlich da war!

Gestern habe ich einen Vortrag von Christoph Niemann gesehen, den er bei der 99u Conference gehalten hat.

Er startet so:

Hi. My name is Christoph and I’m a creative. And like all self-respecting creative, I love talking about how incredibly hard and difficult being a creative is. And of course that begs the question if it’s so painful why did you even get started?
 

Natürlich musste ich an der Stelle lachen. Gleichzeitig habe ich mich ziemlich ertappt gefühlt. Denn genau darüber habe ich ja vor hier zu schreiben. 

 

Christoph Niemann erklärt How to Overcome the 3 Fears Every Creative Faces. Wer lieber den Talk sehen möchte, wofür ich vollstes Verständnis habe, der schaue doch gerne hier: 99u Conference / Christoph Niemann


Also, wie ist die Webseite entstanden?

DesignvonMessmer_MienStudio.jpg

Ich plane an dieser Webseite mehr oder minder seitdem ich mich verlobt habe. Das war im September 2014. (Schocker! Ich weiß…) Die Hochzeit fand exakt ein Jahr später statt und ich habe damals den Namen meines Mannes angenommen. Zu der Zeit war ich selbstständig tätig und es war entsprechend schon vorher klar, dass ich nicht mehr unter Design von Meßmer* arbeiten kann oder besser gesagt – möchte (*Meßmer ist mein Mädchenname). Mit der ganzen Vorbereitung für die Hochzeit und manch anderem war 2015 ein wirklich turbulentes Jahr und eine neue Webseite parallel zu erarbeiten war nicht so wirklich drin.


Stattdessen habe ich einen Blog direkt auf wordpress gestartet und parallel vor allem facebook bespielt. Damals stand alles unter dem Motto: Sorry, I changed my name! Es ging mir viel darum herauszufinden, ob ich Lust am Schreiben habe, wie es überhaupt funktioniert Blogartikel zu erstellen und diese im Prinzip zu bewerben. Es war sozusagen mein erster zaghafter Versuch. Im Nachhinein denke ich, ich hätte den Blog nicht löschen sollen. Er war sehr schön, hat mich nichts gekostet und ich könnte jetzt dahin verlinken. Es heißt ja immer das Internet vergisst nicht – das stimmt nicht so wirklich. Denn meine früheren Webseiten (marenmessmer.de und designvonmessmer.de) sind ebenfalls gelöscht (auch hier ein kleiner Wehrmutstropfen) und man findet da nichts mehr. Hätte, hätte, Fahrradkette… nichtsdestotrotz sollte man diese Erkenntnis vielleicht einfach mal für die Zukunft unter „merken und beachten“ ablegen. Aber, ich schweife ab… sorry. Was ich damals gefühlt zum ersten Mal hinbekommen habe, war einfach loszulegen und zu machen. Es war großartig. Den Blog hatte ich innerhalb von 3 Tagen aufgebaut und das Theme war einfach und schön. Etwas CSS war nötig, um die Blogeinträge wirklich so hinzubekommen, wie ich sie haben wollte. Aber im Großen und Ganzen denke ich es war damals das richtige Maß von: etwas Neues Lernen, dabei ein bisschen schwitzen, manchmal auch fluchen und dann aber relativ schnell zu einem guten Ergebnis kommen.

Was Libre – das damalige Wordpress Theme – leider nicht konnte, war mehr als ein simpler Blog zu sein. Es gab keine Chance einen sauberen Überblick über die einzelnen Posts zu erstellen oder eine etwas detailliertere Startseite hinzubekommen. Ein Bild-lastiges Portfolio war gar nicht vorgesehen und auch keine Kontaktseite. Sprich, ich konnte es auf keinen Fall als Webseite für meine Arbeit nutzen – was schade war.

Libre

Libre

Libre 2

Libre 2


Also habe ich angefangen zu suchen… nach einem passenderen Wordpress Theme. Meine vorherige Webseite basierte auf Wordpress und damals war es immer noch der Standard – echte Alternativen konnte ich zu der Zeit nicht finden, bzw. habe ich auch nicht intensiv gesucht.

Parallel habe ich bereits Design von Meßmer offiziell für beendet erklärt. Ich wollte nicht warten. Ich wollte unbedingt Veränderung. Das gilt grundsätzlich für diese Zeit.

KON/CEPT

KON/CEPT

Das erste Theme, was ich gekauft habe, heißt KON/CEPT. Nach wie vor finde ich das Design sehr schön. Aber: Nachdem ich eine Weile versucht hatte meine Webseite damit zu gestalten, kam die Erkenntnis, dass ich meine Webseite nicht mit einer Portfolio Seite beginnen möchte. Meine Projektbilder sahen aneinander gekachelt einfach nicht gut aus und es hat mich gestört als erstes den Bilderhunger zu befriedigen. Der Gedanke einem Blog mehr Gewicht zu geben, ist damals entstanden. Dafür war dieses Theme aber leider nicht geeignet.

KREATE

KREATE

Ich wollte mehr Freiheit für den Aufbau meiner Webseite haben und deswegen habe ich ein zweites Theme gekauft. Zu kreate muss ich nach wie vor sagen: Das ist fett! Wirklich schick, detailverliebt und mega ausgearbeitet. Auch mit diesem Theme habe ich mich frisch ans Werk gemacht. Dieses Mal habe ich mir aber erst ordentlich überlegt was ich wirklich alles an Inhalt erarbeiten und zeigen möchte. Sollte man ja eigentlich auch. Im Sommer 2016 war ich endlich ganz gut dabei ein Corporate Design für mich zu entwickeln, denn Name, Logo und Farben waren endlich mal okay.

So und nun kommt der Haken: Das Theme ist echt unheimlich schwer zu Händeln, wenn man keine Ahnung von Webdesign, -programmierung und Wordpress hat. Ich wollte mich da unbedingt einarbeiten und dieses Mal nicht wieder jemand anders den Part machen lassen… und ich bin gnadenlos gescheitert. 

In der Zeit habe ich auch das erste Mal frei für die Avantgarde gearbeitet. Ich habe mich im Büro wohl gefühlt, fand die Arbeit nett und als sie mich gefragt haben, ob ich die Stelle als Senior Art Director übernehmen möchte, habe ich ja gesagt. Damit habe ich das Thema Webseite auch erst mal wieder zu den Akten gelegt. Mir wurde das eigene Drama einfach zu groß und ich brauchte mal was Neues.


Ein Jahr später kam der ganz große Schocker: Ich war schwanger und mein Job viel zu stressig, um weiter zu arbeiten. Sprich: Ich wurde von der Arbeit freigestellt. Also gab es wieder Zeit, um mir unter anderem Gedanken über die Webseite zu machen… denn es hat mich einfach gefuchst keine zu haben. Gefühlt gab es einen Pool an Materialien und Erfahrungen, die ich sortieren musste, aber nutzen konnte. Ich habe ja nun schon reichlich durchprobiert, mir Talks angesehen, Blogs und Bücher gelesen, bei skillshare Projekte erarbeitet…

Was damals aber vor allem entscheidend war, um etwas zu erstellen was am Ende auch mal online geht, war der erst schnelle Versuch und dann Entschluss zu squarespace zu wechseln. Derselbe Kick wie beim Aufbau meines ersten Blogs auf Wordpress trat ein. Ich konnte innerhalb kürzester Zeit eine Webseite aufbauen – ohne Programmier-Know-How und mit sehr wenig Quälerei. Es war befreiend! Bei squarespace war es zudem ohne Probleme möglich mehr als einen reinen Blog ganz einfach zu erstellen.

Zeitgleich wollte ich einen weiteren Gedanken verfolgen: Während der Arbeit den Prozess auf einigen Social Media Plattformen zu veröffentlichen und so den Aufbau der Webseite zu begleiten. Wie es mir damit ergangen ist, kann man in den kommenden Tagen in meinen Logbuch Einträgen lesen.


Ich hoffe meine Beschreibungen inspirieren alle, die denselben Prozess noch vor sich haben, mittendrin sind oder sogar schon geschafft haben. Nach den 20 Einträgen ins Logbuch, gibt es noch ein abschließendes Fazit mit 5 Tipps von mir. Also bleibt dran!         

Logbuch, Eintrag 01

Eigentlich Architektur oder doch lieber Design

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