MIEN STUDIO

MIEN STUDIO

 

Woher kommt der Name MIEN STUDIO?

[mien] ist Plattdeutsch und bedeutet „mein“. Der Part des Namens ist also ganz einfach.

Warum ich das Wort Studio gewählt habe ist dagegen um einiges schwieriger zu erklären. Fakt ist, dass ich einen Heidenrespekt davor habe und mich ganz lange Zeit nicht getraut habe, mich selber, meine Arbeit oder meinen Arbeitsort so zu bezeichnen. Der Inbegriff von Studio sind für mich Charles & Ray Eames, ihr Anwesen in Los Angeles und ihre gesamte Arbeit. Das erklärt wohl schon so einiges. Versuchen wir es trotzdem erst einmal mit dieser Frage:

Wo ist mein Studio?

In erster Linie in meinem Kopf oder, wenn ich mich noch weiter aus dem Fenster lehnen soll, in mir.

Ich glaube, dass ein Studio viel mehr eine Geisteshaltung ist, als ein realer Ort.

Eine Geisteshaltung mit der Werte bewusst hoch gehalten werden, um dadurch wertvoll zu gestalten. Mit Bedacht sowohl funktionales als auch ästhetisches Design für ganz unterschiedliche Aufgaben zu erarbeiten. Dabei die Liebe zum Detail auszuleben. Im weiteren Sinne, sich selbst Aufgaben zu stellen und diese zu nutzen, um zu experimentieren und sich weiterzuentwickeln. Dazu gehören ebenso ein Bewusstsein und ein bewusster Umgang mit Traditionen, wie auch das Erkennen von aktuellen Strömungen und Trends.

Darüber hinaus habe ich natürlich auch einen Laptop und einen Schreibtisch ;-). Im Moment befindet der sich in unserer/m Bibliothek/Kinderzimmer.

Worum geht es?

Insbesondere JETZT, also in der Elternzeit, geht es nicht darum den nächsten Job zu angeln, Kunden glücklich zu machen und Geld zu verdienen.

In meinem Studio kann ich tun und lassen was ich will. 

Stattdessen kann ich mich um alle Dinge kümmern, die schon seit langer Zeit in meinem Hinterkopf kreisen; auch die, die ich schon immer mal ausprobieren wollte, aber mich nie getraut habe. Einfach um mir selber zu beweisen, dass ich manches sehr wohl kann, bei dem ich immer geglaubt habe, dass ich es nicht kann: Fotografieren zum Beispiel oder Stricken. Immer dabei ist der Wunsch über Dinge zu schreiben, die mir am Herzen liegen. Meine Arbeit in erster Linie, aber auch die Entscheidung ein Lastenfahrrad zu kaufen – anstatt ein Auto. Überhaupt mal ernsthaft zu schreiben, denn das tue ich viel zu wenig.

Ganz ehrlich: Es geht darum ein Versprechen an mich selbst einzulösen.

Letzten Endes ist auch diese Webseite inklusive dem Blogformat etwas, das schon sehr lange in der Pipeline festhängt: Schätzungsweise drei bis vier Jahre. Seitdem hat sich viel geändert, nicht nur mein Nachname, sondern auch dass ich nicht mehr selbstständig arbeite. Was geblieben ist, ist dieser Gedanke:

Ich habe keine Lust mehr mich mit dem klassischen Design-Portfolio zu präsentieren.

Dafür gibt es einige Gründe und irgendwann verfasse ich auch dazu noch einmal einen Blogeintrag. Nun ist es aber erst einmal genug der langen Worte und deswegen, sage ich mal abschließend: 

 
 
Tee_MienStudio

Ich spreche zugegebener Maßen selber kein Plattdeutsch. Aber dafür hat es meine Omi getan und meine Mama versteht es noch um einiges besser als ich. Bei mir ruft die Sprache vor allem heimelige Gefühle und schöne Erinnerungen aus. Insbesondere an die Ostfriesentee-Zeremonie meiner Omi: Wie sie mit ihren großen Händen die Teekanne geschwungen hat; ganz langsam die Sahne in die Tasse hat fließen lassen, so dass sich Wolken im Tee gebildet haben... Plattdeutsch hat eine beruhigende Wirkung auf mich und weitaus mehr mit einem Studio zu tun, als man es auf den ersten Blick erahnen kann.

 
Wolle_MienStudio

Eins der besten Dinge, die ich in letzter Zeit für mich selbst getan habe, ist (wieder) mit dem Stricken anzufangen.

Seit über 20 Jahren lag in meiner „Tüddelkiste“, neben diversen Garnen und Nähnadeln, ein Wollknäuel. Jedes Mal, wenn ich irgendetwas aus dieser Kiste herausgeholt habe, hat es mich stumm angesprochen: „Strick mich!“. Denn mit dem Kauf dieses Wollknäuels habe ich mir selber versprochen, wieder mit dem Stricken anzufangen. Am Anfang war das noch ein harmloses Unterfangen und hatte eher den romantisch verheißenden Klang von: Es wäre ja so schön, ich könnte mal und warum eigentlich nicht... alles ganz entspannt. Mit den Jahren ist daraus aber ein Monster gewachsen, das mein schlechtes Gewissen gefüttert und mein Selbstvertrauen getreten hat.

 
Ort_MienStudio

Ein besonderer Ort
bietet Raum und Zeit für thematische Auseinandersetzungen und intensive Experimente. Im entspannten Rückzug entwickelt sich die Kreativität und entfaltet sich der Flow. Auf der Suche nach neuen Wegen hört das Lernen nie auf.

Mein Name ist Maren Odenthal, ich bin Designerin und lebe in Köln – Willkommen in MIEN STUDIO.

Mi casa es su casa – Einblicke in meine 4 Wände.

Mi casa es su casa – Einblicke in meine 4 Wände.